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Männer-Schwimm-Verein München 1903 e. V.
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Masters - Forum
Unter dieser Rubrik werden in unregelmäßigen Zeitabständen interessante Beiträge und Themen aus der Welt des Schwimmsports vorgestellt und diskutiert.
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| • NEWS - Ernährung für Schwimmer | ||||||||||||||||||||||||
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Eine Liste der Referenzen ist bei
mir erhältlich!
1.
Energiebilanz des Körpers In jedem Training wird vom Körper Leistung
gefordert, die der
Organismus nur erbringen kann, wenn er aus Nährstoffen Energie
gewinnt. Kohlehydrate, Fette und Co. werden je nach
individueller Belastung verbraucht, um Leistungsfähigkeit im
Training und Wettkampf (je nach Streckenlängen, Umfängen und
Intensität) zu gewährleisten. Der Energiebedarf wird in der Literatur oft
nach Sportarten eingeteilt. Schwimmen wird hier meist beim
Ausdauersport angesiedelt, obwohl alle Energie liefernden
Prozesse wichtig sind. Eine ausgeglichene Energiebilanz des Körpers
liegt vor, wenn der Energieverbrauch pro Tag
(Grundumsatz, Verdauung, Arbeitsleistung, Aktivität etc.)
gleich der Energiezufuhr (Aufnahme
durch Nahrungsmittel & Getränke) ist.
Überprüft werden kann dies durch die Beobachtung des
Körpergewichts. Gerade im Sport sind Gewichtsschwankungen wegen
schweißbedingtem Flüssigkeitsverlust nicht selten (auch
im Schwimmsport!). Es kann zu
einer kurzfristigen Gewichtsabnahme kommen, die aber nur einen
verschobenen Wasservorrat darstellt. Den Gewichtsvergleich
sollte man also lieber wöchentlich statt täglich durchführen
oder zum Vergleich vor und nach dem Training wiegen!
a.
Kohlehydrate/ Glykämischer Index
In der Regel
gilt beim Sportler die Empfehlung eines Kohlehydratanteils in
der Kost von 50-60% (je nach Bedarf z. B. vor einem
Langstreckenwettkampf) auf bis zu 70% steigerbar) Kohlehydrate
sind Zucker oder aus Ketten von Zuckern aufgebaut. Man
unterscheidet:
·
Einfachzucker
= Monosaccharide: Glukose
(Traubenzucker) oder Fructose
(Fruchtzucker)
·
Zweifachzucker
= Disaccharide: Saccharose
(Rohrzucker),
Laktose
(Milchzucker),
Maltose
(Malzzucker) Kohlehydrate sind gute Energielieferanten,
besonders für kurzzeitige, intensive Leistungen. Der Vorrat in
den Muskeln ist auf 1 bis 2 Stunden Höchstleistung beschränkt,
Muskeln und Leber können ca. 300 - 400 g Kohlehydrate in Form
von Glykogen speichern. Entleerte Speicher, z.B. nach
einem Freiwasserschwimmen brauchen mehrere Tage bis sie wieder
aufgefüllt sind. Einfach- und Zweifachzucker liefern praktisch
sofort Energie. Wird Traubenzucker schon15 bis 60 Minuten vor
dem Wettkampf eingenommen, erfolgt eine rasche Absorption und
eine verstärkte Insulinausschüttung kann zum Absinken des
Blutzuckerspiegels führen. Kurz vor dem Wettkampf (ca. 5
Minuten) ist diese Gefahr nicht gegeben und hat dann einen
positiven Effekt auf Leistung, da das Muskelglykogen eingespart
werden kann. 5g Einfachzucker benötigen jedoch 100 ml
Flüssigkeit, die bei fehlender Flüssigkeitszufuhr dem Gewebe
entzogen wird (hohe Osmolarität).
Deshalb sollten keine kohlenhydrathaltigen Getränke
zugeführt werden, die mehr als 10 % Glucose oder Saccharose
enthalten. Vielfachzucker verursachen im Gegensatz zu den
Einfach- und Zweifachzuckern einen langsamen Blutzuckeranstieg.
Dies hat eine langsame
Insulinausschüttung zur Folge, was die Gefahr eines sog.
Hungerasts (Müdigkeit, Übelkeit, Schwächeanfall)
durch einen überschießenden Anstieg des Insulins verringert.
Auch durch die niedrige Osmolarität der Vielfachzucker gewinnen
sie bei der Ernährung von Sportlern von Bedeutung, da der
Wasserhaushalt wenig belastet wird. Bei einem hohen GI
gehen die Kohlehydrate schnell ins Blut über, der
Insulinspiegel steigt folglich schnell und das Sättigungsgefühl
ist von kurzer Dauer. Ein Beispiel ist
Malzzucker mit einem hohen GI von 110. Wer 30 bis 60 Minuten vor dem
Wettkampf noch eine Mahlzeit zu sich nimmt, sollte auf
Lebensmittel mit einem niedrigen GI achten, da dadurch eine
gleichmäßige und lang anhaltende Versorgung mit Energie
gewährleistet wird und die
Glykogenspeicher
gefüllt sind. Ausdauersportler sollten während des
Wettkampfes vor allem Lebensmittel mit einem hohen oder
mittleren GI zu sich nehmen, um eine schnelle
Energiebereitstellung zu gewährleisten. Direkt nach dem
Wettkampf oder hartem Training helfen Kohlenhydrate mit
einem hohen GI die Energiereserven wieder aufzufüllen, da die
Umwandlung von Glukose in Glykogen dann am effektivsten ist. In
den nächsten Stunden auf eine kohlehydratreiche Mahlzeit mit
mittlerem bis hohem GI und am nächsten Tag auf einen mittleren
bis niedrigen GI achten. . Kritik am GI Der GI (oder auch Glyx genannt) wurde zu
Forschungszwecken als Laborparameter entwickelt und ist für die
alltägliche Ernährung wenig praxisgerecht. Es gibt
individuelle Schwankungen bei der Messung des GI und auch
die Zubereitung der Nahrungsmittel wirkt sich auf den GI aus.
Einer Studie von Mettler et al. zufolge beeinflusst auch der
Trainingszustand den GI. Glykämischer
Index von einigen Lebensmitteln:
Hoher GI: Über 70
Mittlerer GI: 55-70
Niedriger GI: unter 55
b.
Fette In der Regel
gilt beim Sportler die Empfehlung eines Fettanteils in der Kost
von 25 - 30 % Fette bestehen aus
Fettsäuren gebunden an ein Glyzerinmolekül.
Fettsäuren werden als
Triglyceride
im Fettgewebe gespeichert. Man unterscheidet zwischen:
·
gesättigten Fettsäuren ( z.B.:Milchfett,
Fischöl,
Tier- und Pflanzenfette) Der Fettanteil
in der Nahrung sollte zu je einem Drittel aus gesättigten,
einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren
bestehen. Vorsicht: fettreiche Kost ist oft schwer verdaulich. Fette spielen in der Nahrung des Sportlers
eine wichtige Rolle, sie sind Träger essentieller Fettsäuren und
fettlöslicher Vitamine.
c.
Proteine (Eiweiß) Lange Zeit wurde angenommen, dass
zusätzliche Proteingaben Kraft und Leistungsfähigkeit von
Sportlern erhöhen können und dass v.a. für Kraftsportler ein
deutlich höherer Proteinbedarf besteht. Heute entsprechen die
Empfehlungen für Sportler denen der "Normalbevölkerung" von 0,8
g Protein pro kg Körpergewicht.
Dies
entspricht einen Proteinanteil von 12 - 15 % in der
Nahrung. Proteinhaltige
Nahrungsmittel sind z.B.: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte
(Käse), Nüsse, Getreide, Hülsenfrüchte (Soja: 42%) Für Ausdauersportler wird ein erhöhter
Proteinbedarf zur Regeneration verletzter Muskelfasern genannt.
Der Anteil kann auf 1,2 g Protein pro kg Körpergewicht
vergrößert werden. Über den Bedarf
eines Kraftsportlers während der Muskelaufbauphase gibt
es kontroverse Befunde. Von einer zu hohen Proteinzufuhr wird
gewarnt, da es zu negativen Begleiterscheinungen wie Überlastung
der Nieren kommen kann. Übersicht:
Ausgewählte
vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel:
·
Frische Salate (Endivien-, Feldsalat, Chinakohl, Radicchio) Vollkornprodukte sind Erzeugnissen aus weißem
Mehl vorzuziehen, Obst und Gemüse sollte möglichst frisch
verwendet werden, da durch lange Lagerung und Lichteinwirkung
ein großer Teil der Vitamine zerstört wird. Bei der Zubereitung
auf vitaminschonende
Garmethoden achten.
3.
Wasser/ Flüssigkeitszufuhr 60 % unseres Körpers besteht aus Wasser. Der
Bedarf (ohne besondere körperliche Anstrengung liegt bei ca. 2,5
l pro Tag, wovon schon ca. 1 l mit der Nahrung aufgenommen wird.
Unumstritten wirkt sich mangelnde Versorgung mit Wasser -
Dehydration-
negativ auf Leistungsvermögen und Erholung aus. Für den
Schwimmer ist dies bei langen Trainingseinheiten und
Langstreckenschwimmwettkämpfen von großer Bedeutung. Erschwerend
kommt hinzu, dass der Körper bei ausreichender Kühlung durch das
Wasser zwar weniger, aber vom Schwimmer unbemerkt schwitzt.
Flüssigkeitsverluste von 3l/Stunde sind bei körperlicher
Anstrengung durchaus möglich. Erfolgt kein Ausgleich kommt es zu
starken Leistungseinbußen.
Bei intensiven, langen Trainingseinheiten oder Wettkämpfen mit
einer Dauer von über einer Stunde ist
die Einnahme von Elektrolyten und Kohlehydraten
sinnvoll.
Empfohlene Getränke:
Die Ursachen von Krämpfen, vor allem
Beinkrämpfen beim Schwimmer können sein:
a.
Müdigkeit (Training, Wettkampf) Wer während des Schwimmens einen beginnenden
Beinkrampf spürt, sollte
das Schwimmen sofort unterbrechen und versuchen den Krampf mit
Stretching unter Kontrolle zu bekommen. Krämpfe bei Übermüdung
oder auf Grund von Kälte führen meistens zum Abbruch des
Trainings oder Wettkampfes. Bei häufig auftretenden Krämpfen ist ein
Magnesiummangel wahrscheinlich. Magnesium ist für die
Muskelkontraktion wichtig. Als Nichtsportler benötigt man 300
mg, als Ausdauersportler 500 mg/Tag.
Die Aufnahme ist am besten in Form von einer organischen
Verbindung wie Magnesiumcitrat (z.B.
Magnesium Verla)
gewährleistet. Auch rechtzeitige Rehydration durch Getränke kann
Krämpfe vermeiden.
5.
Zusammenfassung: Ernährung für den
Sportler Kohlehydrate spielen eine zentrale Rolle in
der Ernährung des Schwimmers. Ein Sportler sollte die Finger von
einer „low-carb“ oder
Atkins Diät lassen!
a. TRAINING/ BASISERNÄHRUNG
Abwechslungsreiche Ernährung, vollwertig mit hoher
Nährstoffdichte
(Verhältnis vom
Nährstoffgehalt bezogen auf die Energie)
·
Frühstück: Brot; Körnermüslis, Haferflocken, Nüsse, Obstsalat,
Fruchtsäfte,Joghurt, Quark, Schinken, Eier, Putenbrust, Hart-&
Schnittkäse, Bananen Kraftbetonte
Trainingsabschnitte erfordern mehr Eiweiß.
Kohlehydrate :
Fette :
Proteine
=
60% : 25% : 15% An
Trainingstagen, wo die Steigerung die Kraft im Mittelpunkt
steht, können die Nährstoffrelationen in etwa die folgenden
sein:
Kohlehydrate :
Fette :
Proteine
=
50% : 25% : 25% Wichtig:
Am Wettkampftag sollte nicht experimentiert werden. Nie im
Wettkampf etwas anwenden, was nicht vorher bei Testwettkämpfen,
im Trainingslager oder im Training ausprobiert wurde!
Nur durch Erfahrung
lernt man, welche Nahrungsmittel ausreichend Energie zur
Verfügung stellen und gleichzeitig sättigen, ohne durch
Völlegefühl Leistung und Konzentrationsfähigkeit zu mindern. Das
Gleiche gilt für Getränke. 2 – 3 Tage
vor dem Wettkampf müssen
Kohlehydratspeicher in Muskel und Leber maximal aufgefüllt
werden.
Eine Kurze
Zusammenfassung über Kohlehydrat-loading (Glykogensuperkompensation) (für Dauerbelastungen von mehr als 60
Minuten) Dieses Prinzip basiert auf Entleerung und
Wiederaufladung der Glykogenspeicher in Muskulatur und Leber
über die ursprüngliche Menge hinaus, d.h. mehr Energie ist jetzt
im Muskel gespeichert und steht für den Wettkampf zur Verfügung.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
·
Normales Training mit Erhöhung
der Kohlehydratreichen Ernährung (80% der
Gesamtkalorienaufnahme) Die Grundlage für die Wettkampfleistung
wird im Training gelegt!!!
Am Wettkampftag darf bei kurzen Wettkämpfen kein
Hungergefühl aufkommen, bei längeren Wettkämpfen müssen die
Speicher wieder aufgefüllt werden. Muskelglykogenspeicher
reichen bei intensiver Belastung 60 – 90 Minuten, die
Glykogenspeicher der
Leber sichern den
Blutzuckerausgleich für 2 - 3
Stunden. Ein Wettkampftag fordert den Schwimmer körperlich und
mental über viele Stunden, daher sollten im 2 - 3
Stundenrhythmus kleine Kohlehydratreiche Zwischenmahlzeiten
eingenommen werden. Nach dem
Wettkampf werden
Kohlehydratspeicher wieder aufgefüllt und der Körper bei der
Entspannung unterstützt. Gleich nach dem WK:
nicht zu kalte Saftschorlen, Tee, Fleischbrühe. 1 Stunden nach dem WK:
Teigwaren, mageres Fleisch, Obst, Quark, Obstsaft.
I.
Bananen zerdrücken und mit
Zitronensaft mischen |
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11.Mai.2008 |
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Stand: 11.Mai.2008 |
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